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Klassik und Jazz begeistern

Konzert Trio Thirty Fingers in Niederzissen

Niederzissen. Erst nach drei Zugaben entließen die begeisterten Besucher das Trio Thirty Fingers mit Petra Erdtmann (Flöte), Peter Götzmann (Schlagzeug) und Joe Völker (Klavier) beim Konzert in der ehemaligen Synagoge in Niederzissen. Sie erlebten gemeinsam mit den Musikern einen weiteren Höhepunkt im musikalischen Angebot des örtlichen Kultur- und Heimatvereins.

In der eher unüblichen Besetzung mit Klavier, Schlagzeug und Querflöte spielten die Musiker Klassik vom Feinsten, modern übersetzt und von ihnen selbst arrangiert. Sie überzeugten in der einmaligen Akustik und Atmosphäre der ehemaligen Synagoge mit dezentem Schlagzeugeinsatz, behutsam eingesetztem Klavier und technisch verstärkter Querflöte, die so zwischen den beiden anderen Instrumenten gut zur Geltung kam. Das Konzert begann mit der „Ankunft der Königin von Saba“ aus dem Oratorium Salomon von Georg Friedrich Händel und setzt sich mit der Morgenstimmung aus der „Peer Gynt-Suite“ von Edvard Grieg fort. Ein erstes Mitwippen der Zuhörer erzeugte das „Blue Rondo“ von Dave Brubeck. So ging die musikalische Reise weiter quer durch die Musikgeschichte mit dem „Poco allegretto“ aus der 3. Sinfonie F-Dur von Johannes Brahms, „Präludium & Fuge C-Moll“ von Johann Sebastian Bach und – angesichts der frühlingshaften Temperaturen vom Wochenende – dem zweiten Satz „Frühling“ aus Antonio Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“. Mit „Pavone“ des impressionistischen Komponisten Gabriel Fauré, „Armando’s Rhumba“ von Chick Corea und dem mit starkem Beifall bedachten Schlagzeugsolo Peter Götzmanns endete der erste Teil des Konzertes.

Thirty Fingers

Ungewöhnliche Besetzung, ungewöhnliche Titelauswahl, großer Anklang: Das Trio Thirty Fingers begeisterte bei seinem Auftritt in Niederzissen.

Den zweiten Teil eröffnete „Die Wuth über den verlorenen Groschen“, das Rondo a capriccioso in G-Dur von Ludwig van Beethoven. Mit dem dezenten Hinweis, dass das nächste Werk nicht von André Rieu, sondern von Dimitri Schostakovitsch stammt, lauschten die Zuhörer dem sodann gefühlvoll gespielten „Walzer No. 2“ des russischen Komponisten. Es folgten „James“ von Pat Metheny und „Libertango“ des argentinischen Komponisten Astor Piazzolla. Mit dumpfen Trommelschlägen, schwebenden Flötentönen und dezentem Klavierspiel konnten die Zuhörer das verträumte Wasserschloss „Il vecchio castello“ der vertonten „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Musorgsky spüren. Mit den „Türkischen Marsch“ von Mozart sollte das eineinhalbstündige Konzert enden, was die Konzertbesucher aber nicht zuließen. Als Dank führten sie die drei Künstler mit dem „Säbeltanz“ von Aram Katschaturjan nach Armenien, mit dem „Ungarischen Tanz“ in die Puszta und mit dem schrägen, aber so gewollten klangvollen Tönen der Flöte in eine neue Welt der Musik.

Das nächste Konzert findet am Sonntag, 7. Dezember, um 17 Uhr mit dem aus Leipzig kommenden Duo „Ensemble L’Armonioso“ statt. Karten unter Tel. 02636/6482 oder E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Rhein Zeitung Bad Neuenahr-Ahrweiler vom Mittwoch, 26. November 2014, Seite 18

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