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Viel Lob für den Synagogenverein

Jahreshauptversammlung Beeindruckende Bilanz des jungen Vereins – Ausstellung soll wachsen

Hans-Willi Kempenich

Niederzissen.Es läuft hervorragend beim „Verein zur Förderung des Kulturgutes ehemalige Synagoge Niederzissen“. Genau drei Jahre nach ihrer Gründung kann die Hilfseinrichtung schon eine imposante Schaffensbilanz vorweisen. Bisheriger Höhepunkt der Aktivitäten ist die Einrichtung einer ständigen Ausstellung zum früheren jüdischen Leben in Niederzissen, die im Herbst im Beisein hochrangiger Gäste eröffnet wurde.

Die Kosten für das Museum in Höhe von 54 000 Euro wurden vom Förderverein aufgebracht, der zuvor auch schon 17 000 Euro zur Gestaltung der Außenanlagen beigesteuert hatte. Kein Wunder, dass die Mitglieder dem gesamten Vorstand das Vertrauen ausgesprochen und das vierköpfige Führungsteam für drei Jahre wiederwählt haben.

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Gut lachen haben Kuratorium und Vorstand des Fördervereins, denn die Arbeit funktioniert bestens: Elmar Schmitz (von links), Reinhard Wolff, Gisela Reichrath, Anne Wagner, Norbert Wagner, Johannes Bell und Marcel Hürter. Foto: Hans-Willi Kempenich

Das neue jüdische Museum stand folglich auch im Mittelpunkt des Jahresberichts des Vereinsvorsitzenden Norbert Wagner, der zur Jahreshauptversammlung auch die Kuratoriumsmitglieder Elmar Schmitz (Vorstand Volksbank RheinAhrEifel), Marcel Hürter (MdL) und Johannes Bell (Bürgermeister der VG Brohltal) in der ehemaligen Synagoge begrüßen konnte. „Alle Beteiligten, aber gerade auch Sie als Förderer, Unterstützer und Spender, waren überzeugte, zuversichtliche und pragmatische Helfer und Macher. Die zahlreichen Besucher der neuen Ausstellung sind Beleg dafür, dass das Projekt für diese Kultur- und Begegnungsstätte eine sinnvolle und wichtige Investition in die Zukunft war“, sagte Wagner.

Über die weiteren Vorhaben des Fördervereins informierte der Zweite Vorsitzende Reinhard Wolff. Als nächste Anschaffung ist eine mobile Medieninsel mit audiovisuellen Inhalten zur Ausstellung geplant, die in der Mitte des Raumes ihren Platz finden wird.

Zudem sollen die jahrzehntelangen Recherchen von Vereinsmitglied Brunhilde Stürmer zum jüdischen Leben in Niederzissen in einem Buch zusammengefasst und veröffentlicht werden. Und Professor Andreas Lehnardt, der die Auswertung der Genisafunde vom Dachboden der ehemaligen Synagoge begleitet hat, plant für das Frühjahr 2016 eine wissenschaftliche Konferenz zu diesem Thema. „Ein deutliches Zeichen für die Attraktivität und Bedeutung der Funde“, stellte Wolff fest.

Er sei tief beeindruckt, was in der ehemaligen Synagoge entstanden sei, sagte Volksbankchef Elmar Schmitz. Dafür gelte es, den Beteiligten Dank und Anerkennung auszusprechen. Bürgermeister Johannes Bell hob die Bedeutung des Hauses für die Jugend hervor. „Hier können wir ihnen Geschichte vor Augen führen.“ Die hervorragende Zusammenarbeit zwischen dem Förderverein und dem Kultur- und Heimatverein, der das Museum führt, lobte Brigitte Decker.

Den Finanzbericht erstattete Kassiererin Gisela Reichrath. Dass bei Mitgliederbeiträgen von 3300 Euro in erster Linie Spenden zur Finanzierung des Museums beitragen mussten, ist selbstverständlich. Rund 20 000 Euro gingen allein für dieses Projekt auf dem Vereinskonto ein. Insgesamt belief sich das Spendenaufkommen auf 44 000 Euro. Kassenprüfer Günter Fuchshofen bestätigte der Kassiererin eine vorbildliche Arbeit. Unter der Leitung von Richard Keuler, dem Vorsitzenden des Kultur- und Heimatvereins, fanden die Neuwahlen statt. Norbert Wagner als Erster Vorsitzender, Reinhard Wolff als Zweiter Vorsitzender, Gisela Reichrath als Kassiererin und Anne Wagner als Schriftführerin wurden dabei einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

Rhein Zeitung Bad Neuenahr-Ahrweiler vom Freitag, 13. März 2015, Seite 24

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