Musikschüler spielen in Alter Synagoge auf

Konzert Große und kleine Instrumentalisten zeigen ihr Können vor Publikum

Petra Ochs

Niederzissen. Instrumente wurden gestimmt, Kinder rutschten nervös auf ihren Stühlen herum, und Eltern brachten noch schnell ihre Fotoapparate in Position: Zum wiederholten Mal war am Sonntag die Musikschule im Kreis Ahrweiler mit einem Schülerkonzert in der Ehemaligen Synagoge in Niederzissen zu Gast. Der kleine Konzertsaal war gut gefüllt, als Hella Wallbaum das Publikum im Namen der Musikschule willkommen hieß: „Wir hoffen, dass Ihnen das, was die Kinder vorbereitet haben, gefällt.“ Danach ging es Schlag auf Schlag: Poppiges wechselte sich mit klassischen und jazzigen Stücken ab.

Trompete und Klavier machten den Anfang und setzten auch den Schlusspunkt: Jens und Henrik Hasenberg intonierten James Lasts „Einsamen Hirten“ und beschlossen das Konzert mit „The time of my life“ aus dem Film „Dirty Dancing“. Die ersten Schritte am Klavier macht die kleine Leonie Weber. Äußerst konzentriert brachte sie ein kleines Präludium zu Gehör. Mit strahlendem Lächeln bedankten sich Nina Siebertz und Sophie Boden für den Applaus, den sie sich mit ihrem Querflötenauftritt, einem Auszug aus Bachs „Bauernkantate“, verdient hatten.

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Zana Pütz und Max Manderscheid bewiesen auf ihren Sopranblockflöten, dass sie musikalisch zu den Großen gehören. Foto: Petra Ochs

„Beschwingt“ ließ Felix Wilms bei „Lost in thought“ von Thomas Scheytt die Finger über die Klaviertasten wandern. Zuckersüß war der Auftritt der kleinen Sopranblockflötenspieler Zana Pütz und Max Manderscheid, die unter anderem „Die Glocken von Big Ben“ zum Klingen brachten. „My heart will go on“ aus dem Film „Titanic“ hatte sich Natalie Unger für ihr Klaviervorspiel ausgesucht. Einen langen Atem bewies Lisa Fuhrmann: Die junge Saxofonistin bereitet sich derzeit auf die Aufnahmeprüfung für ihr Musikstudium vor und brachte unter anderem Scott Joplins „The Chrysanthenum“ zu Gehör.

Zusammen mit ihrer Lehrerin Isabella Chludzinski trat Sophie Boden vor das Publikum, um im Duett auf der Querflöte „Das klinget so herrlich“ aus Mozarts „Zauberflöte“ zu intonieren. Eine rockige Improvisation lieferte Kristian Küllmer auf dem Keyboard ab, auf dem er zuvor schon Beethovens „Ode an die Freude“ gespielt hatte. Für einen besonderen Hörgenuss sorgte Damian Höster mit seiner Klarinette, auf der er Carl Baermanns „Bravura“ mit Bravour meisterte. Und der kleine Lukas Weber kurbelte erst einmal die Klavierbank hoch, bevor er eine verträumte „Fantasie“ darbot.

Klein und groß, Anfänger und Fortgeschrittene, Rockiges und Romantisches: Das Konzert der Musikschüler hatte viele Facetten – inklusive dem Kampf mit widerspenstigen Notenblättern und Tönen, die einfach nicht so herauskommen wollten, wie sie eigentlich gedacht waren.

Rhein Zeitung Bad Neuenahr-Ahrweiler vom Dienstag, 17. März 2015, Seite 19

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