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Ausflug in die jüdische Geschichte

Lantershofener Theologiestudenten in Niederzissen

Niederzissen. Einen Ausflug in die jüdische Vergangenheit Niederzissens mit dem Besuch der ehem. Synagoge und des jüdischen Friedhofs unternahmen jetzt Theologiestudenten des Studienhauses St. Lambert Lantershofen. In Absprache mit dem Vorsitzenden des Kultur- und Heimatvereins, Richard Keuler, stand zuerst die ehem. Synagoge mit dem jüdischen Museum im Nebenraum auf dem Programm. Hier erfuhren die Studenten, dass es in Niederzissen über Jahrhunderte eine große jüdische Gemeinde gab, die abrupt durch die menschenverachtende Ideologie der Nationalsozialisten endete und für viele Jahrzehnte in die Nutzung der Synagoge als Schmiede führte.

lantershofen

Richard Keuler (3. v. re.) führte die Lantershofener Theologiestudenten mit ihren Begleiterinnen Frau Krämer (links) und Frau Boos (Bildmitte) durch das jüdische Museum.

Dies war ein zentraler Punkt, aus dem sich anregende Gespräche der Studenten und ihrer Begleiterinnen, Frau Boos und Frau Krämer, vom Studienhaus mit Richard Keuler und Vorstandsmitglied Gisela Reichrath über die damalige bis hin zur heutigen Nutzung entwickelte. Dabei machte Richard Keuler deutlich, dass die kulturelle Nutzung mit hochwertigen Konzerten, Ausstellungen und Lesungen gut in der Bevölkerung ankommt und das Museum mit seinen Aussagen zum „Tagein und Tagaus“ des ehemaligen jüdischen Lebens in Niederzissen und dem jüdischen Leben allgemein einmalig in der Region ist, wovon sich die sehr interessierten Studenten anschließend überzeugten.

Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit, fiel der Besuch des jüdischen Friedhofs kürzer aus als geplant, wodurch sich ein erneuter Besuch in Niederzissen empfiehlt. Das bot Richard Keuler mit weiteren Highlights in Niederzissen, wie z. B. den Weltkriegsbunker oder Henk’s Mühle, an.

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