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Jiddische Musik und Klezmer in Niederzissen

Valeriya Shishkova und Di Vanderer brillierten in ehem. Synagoge

Niederzissen. Bereits zum dritten Mal gastierte jetzt die Sängerin Valeriya Shishkova in der ehem. Synagoge Niederzissen. Nach zwei Konzerten mit russischer Zigeunermusik, gestaltete die in Moskau geborene und seit 14 Jahren in Dresden wohnhafte Künstlerin mit dem Duo Di Vanderer, Sergey Trembitskiy – Klavier und Querflöte - und Gennadiy Nepomanjaschiy – Klarinette, ein Konzert der Extraklasse mit jiddischen Liedern und Klezmer. Die Zuhörer spürten auf Schritt und Tritt das Motto des Konzertes „a teyl vun mir – a teyl vun dir“, das sich als wichtige Aussage durch alle Musikstücke zog. Frau Shishkova erläuterte jeweils vorab gefühlvoll alle jiddischen Texte, die dann auch von den Zuhörern „verstanden“ und begeistert aufgenommen wurden. So erlebten sie das Mädchen, das dem Freund nachtrauerte, genauso, wie die Mutter, die skeptisch den Sehnsüchten des Kindes gegenüberstand. Die Reaktionen der Besucher in der gut gefüllten ehem. Synagoge spiegelten die pure Lebensfreude, die die drei Musiker versprühten.

shishkova

Zu hören und zu erleben waren im Wesentlichen traditionelle Kompositionen, aber auch zeitgenössische Werke, verknüpft mit eigenen Kompositionen zu Liedtexten und Gedichten, der wohl letzten israelischen Autoren, die noch in Jiddisch schreiben. Der zweite Teil des Konzertes war ganz der Klezmermusik gewidmet, die, so die Sängerin, möglicherweise Vorläufer einiger anderer Musikrichtungen, wie z. B. des Jazz, war. Nach etwa zwei Stunden endete das mitreißende Konzert nicht ohne Zugaben und der Einladung des Vorsitzenden des Niederzissener Kultur- und Heimatvereins, Richard Keuler, zu einer Neuauflage im Jahre 2018, die die drei Musiker gerne und mit neuem Programm annahmen.

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