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Wiener Musik in vielen Facetten

Konzert Gesang und Klavier in ehemaliger Synagoge

Niederzissen. Zum ersten Mal hat die Sopranistin Melanie Gobbo, begleitet von der Pianistin Melissa Pawlik, in Niederzissen gastiert und den Besuchern einen unvergesslichen Konzertabend bereitet. Mit ihrem Programm „Wien, Wien, nur Du allein“ präsentierten die Musikerinnen Wiener Melodien aus Operetten und deutsche Filmmusik. Melissa Pawlik spielte „Geschichten aus dem Wiener Wald“ von Johann Strauß als Auftakt zum fast zweistündigen Programm. Melanie Gobbo wies in ihrer Begrüßung auf die enge Verbindung der Komponisten Franz Lehar, Jacques Offenbach und auch Johann Strauß zum jüdischen Kulturkreis hin, da sie viele Texte jüdischer Werke in ihrer Musik verarbeitet haben. Mit dem von Robert Stolz komponierten Lied „Wien wird bei Nacht erst schön“ versetzte sie die Zuhörer gedanklich in die Hauptstadt der Operette, um gleich danach in Erinnerung an den großen Sänger Peter Alexander die musikalische Reise an den Wolfgangsee ins „Weiße Rössl“ fortzusetzen.

Es folgten der Tango „Es muss was Wunderbares sein, von dir geliebt zu werden“ von Ralph Benatzky und Lieder wie „Das muss ein Stück vom Himmel sein, Wien und der Wein, Wien und der Wein“ von W. R. Heymann und „Ich tanze mit dir in den Himmel hinein“ von Friedrich Schröder, wo die zum Mitsingen animierten Besucher einstimmten. Immer wieder lockerten Klaviersolos von Melissa Pawlik das Programm auf, zum Beispiel die „Barcarole“ aus „Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach. Nicht nur gesanglich bezog Gobbo das Publikum ein, sondern lud unter dem Beifall der Konzertbesucher einen Gast, selbst Sänger und Klavierspieler, bei Sekt und Rosen in „die kleine Bar“ von Franz Lehar ein, um mit ihm das Lied zu Ende zu singen.

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Melissa Pawlik (links) und Melanie Gobbo verbreiteten Wiener Flair beim Konzert in der ehemaligen Synagoge in Niederzissen. Foto: Heimatverein Niederzissen

Für den Schluss hatten sich die beiden Künstlerinnen einen feurigen Operettenschlager aus der „Maske in Blau“ aufgehoben. Mit „Die Juliska aus Budapest“ von Fred Raymond unterstrichen Gobbo und Pawlik nochmals, wie sie musikalisch harmonieren. Die Besucher sangen bei der Zugabe mit dem Lied „Sag beim Abschied leise Servus“ wieder kräftig mit. Der Vorsitzende des Niederzissener Kultur- und Heimatvereins, Richard Keuler, dankte den Musikerinnen und wies auf die nächsten Veranstaltungen in der ehemaligen Synagoge hin, etwa auf das Konzert „Musik in der Synagoge“ der Stiftung Villa Musica am Samstag, 10. Juni, 19 Uhr. Informationen und Reservierungen unter Tel. 02636/6482 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Rhein Zeitung Kreis Ahrweiler vom Freitag, 26. Mai 2017, Seite 18

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