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Musikalische Reise um die Welt

Akkordeon-Virtuose Alexandre Bytchkov begeisterte in ehem. Synagoge Niederzissen

Niederzissen. „Das versprochene Hörerlebnis nicht nur eingelöst, sondern übertroffen“. Das war unisono der Tenor der Besucher des jetzigen Akkordeonkonzertes in der ehemaligen Synagoge Niederzissen. Mit der Verpflichtung des aus St. Petersburg stammenden und vielfach ausgezeichneten Akkordeon-Virtuosen Alexandre Bytchkov landete der veranstaltende Niederzissener Kultur- und Heimatverein erneut einen Volltreffer. Schon gleich zu Beginn zeigte Bytchkov mit der von ihm selbst für Akkordeon bearbeiteten Toccata und Fuge in Moll von Johann Sebastian Bach sein ganzes Können. Dieses wichtige Werk der Orgelmusik erklang orgelgleich mit der tollen Akustik in der ehem. Synagoge.

Mit weiteren Musikstücken des Barocks und der romantischen Serenade von Franz Schubert, wechselte der begnadete Musiker zu volkstümlicher russischer Musik und erreichte mit dem Stück „Da eilt die Postkutsche“ und der Melancholie der traditionellen Musik die Herzen der Zuhörer. Langsam beginnend, sich im Rhythmus steigernd, mit vernehmbarem Pferdegalopp und dem Klingen der Glöcklein an der Kutsche, fühlten sich viele Besucher ins alte Russland versetzt, was sich fortlaufend über die nächsten Stücke, wie der Romanze von G. Sviridov, voller Leidenschaft wiederspiegelte.

 

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Alexandre Bytchkov beim eindrucksvollen Konzert in der ehem. Synagoge Niederzissen. Foto Kultur- und Heimatverein

Aber auch der Ausflug ins musikalische Werk Astor Piazzollas gelang Bytchkov  genial mit dem Tango „Omaggio ad Astor Piazzolla“ von Zubitzky, aber auch dem von ihm selbst bearbeiteten „Chiquilin de Bachin“ Piazzollas. Als Reminiszenz  an den Veranstaltungsort, spielte der Musiker auch ein Klezmerstück mit dem Hinweis, dass seine jüdische Großmutter einst aus der Weite Russlands nach St. Petersburg gekommen sei.

Zur Freude der Zuhörer intonierte Bytchkov auch deutsches Liedgut und forderte mit „Über den Wolken“ von Reinhard Mey und „Für mich soll‘s rote Rosen regnen“, von Hildegard Knef gesungen und Hammerschmidt komponiert, zum Mitsingen auf.

Mit der Arie des Figaro aus der Oper „Der Barbier von Sevilla“ von Giacomo Rossini endete das knapp zweistündige Konzert mit langem Applaus der Zuhörer und der Zusage des Musikers, in 2 Jahren wieder in die ehemalige Synagoge Niederzissen zu kommen.

Richard Keuler wies darauf hin, dass mit dem letzten Konzert dieses Jahres nunmehr wegen der Advents- und Weihnachtskonzerte und der sich anschließenden Karnevalszeit eine Konzertpause sein wird, die Ende März mit dem Schülerkonzert im Rahmen der 4. Ahrweiler Freiheitswochen endet. Bereits am 13. April startet mit Klezmers Techter ein erster Höhepunkt in der Reihe weiterer Klezmerkonzerte des kommenden Jahres und empfiehlt eine rechtzeitige Kartenreservierung. Weitere Infos zu den Veranstaltungen 2019 unter www.ehem-synagoge-niederzissen.de.

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