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Zeitzeugen erinnerten sich

Villa-Senioren besichtigten ehemalige Synagoge

  Villa Romantica

Helene Bläser (l.) und Katharina Loch (M.), zwei „alte“ Niederzissenerinnen, fanden viele Bilder mit Personen und Eindrücken aus ihrer Kindheit wieder. Brunhilde Stürmer (r.) konnte dazu weitergehende Erklärungen geben. Foto: privat

Groß war das Interesse der Seniorinnen und Senioren des Niederzissener Seniorenzentrums Villa Romantica an der Besichtigung der ehemaligen Synagoge in Niederzissen. Zunächst berichtete Brunhilde Stürmer vom Kultur- und Heimatverein Niederzissen den älteren Menschen vom jüdischen Leben im Zissener Ländchen und vom Bau der Synagoge, die 1844 eingeweiht wurde, bis hin zu ihrer Schändung am 10.11.1938 durch Nazischergen.

Richard Keuler, Ortsbürgermeister und Vorsitzender des Kultur- und Heimatvereins, erläuterte anschließend den Weg zur Wiederherstellung des ehemaligen Synagogenbereichs. Die Villa-Senioren stimmten mit Richard Keuler überein, dass dies bestens gelungen ist. Danach gingen sie in den Nebenraum und betrachteten die zahlreichen Ausstellungsstücke, von denen viele bei der Wiederherstellung gefunden worden waren und die fast alle eine kleine Geschichte erzählen konnten. Besonderes Interesse fanden aber die vielen Bilder der ehemaligen jüdischen Bürger Niederzissens. Die „alten Niederzissener“ erkannten etliche Personen wieder; viele Namen waren noch bekannt. So entdeckte Helene Bläser das Bild ihrer „Miena“ wieder, die auf die kleine Helene aufpasste, als deren Eltern im Feld arbeiteten. Beim Aufbruch waren sich alle einig, dass eine Besichtigung der ehemaligen Synagoge und der jetzigen Erinnerungs- und Begegnungsstätte auf jeden Fall lohneswert ist.

 26.04.2012 17/12 - Olbrück-Rundschau

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