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Korrektur des Artikel: Klezmerklänge aus Köln in Synagoge Niederzissen

Kol Colé, ein christlich, jüdisches, muslimisches Quartett, begeisterte

Niederzissen. Es gibt nicht mehr viele Menschen, die den Holocaust selbst an Leib und Seele erlebt und auch noch überlebt haben. Einer von ihnen war jetzt in der ehemaligen Synagoge in Niederzissen zu Gast und berichtete über seine schrecklichen Erlebnisse.

So begann das Konzert mit Shalom Alechem und Shalom, dem jüdischen Friedensgruß und setzte einen ersten weltumspannenden Bogen mit einem ehem. türkischen Lied, das der als „König der jüdischen Musik“ bekannten Naftule Brandwein in den 20ziger Jahren des letzten Jahrhunderts in Amerika als KIezmerstück arrangierte.

kol colé

Daniel Marsch, Akkordeon, Geige und Gesang, Bella Liebermann, Gesang und Percussion, Roman Nedzvetskyy, Klavier, und Hesen Kanjo, Zymbal, beim Konzert in der ehem. Synagoge Niederzissen. Foto: U. Popp

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Klezmerklänge aus Köln in Synagoge Niederzissen

Kol Colé, ein christlich, jüdisches, muslimisches Quartett, begeisterte

Niederzissen. Es gibt nicht mehr viele Menschen, die den Holocaust selbst an Leib und Seele erlebt und auch noch überlebt haben. Einer von ihnen war jetzt in der ehemaligen Synagoge in Niederzissen zu Gast und berichtete über seine schrecklichen Erlebnisse.

So begann das Konzert mit Shalom Alechem und Shalom, dem jüdischen Friedensgruß und setzte einen ersten weltumspannenden Bogen mit einem ehem. türkischen Lied, das der als „König der jüdischen Musik“ bekannten Naftule Brandwein in den 20ziger Jahren des letzten Jahrhunderts in Amerika als KIezmerstück arrangierte.

kol colé

Daniel Marsch, Akkordeon, Geige und Gesang, Bella Liebermann, Gesang und Percussion, Roman Nedzvetskyy, Klavier, und Hesen Kanjo, Zymbal, beim Konzert in der ehem. Synagoge Niederzissen. Foto: U. Popp

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Leben gemeistert: Bericht eines Holocaustopfers

Geschichte Ralph Mollerick erzählt in Niederzissen von seiner Flucht aus Deutschland und einem Leben ohne Eltern

Niederzissen. Es gibt nicht mehr viele Menschen, die den Holocaust selbst an Leib und Seele erlebt und auch noch überlebt haben. Einer von ihnen war jetzt in der ehemaligen Synagoge in Niederzissen zu Gast und berichtete über seine schrecklichen Erlebnisse.

Ralph Mollerick erzählte mitreißend und sehr authentisch, wie er 1938 nach der Reichspogromnacht als damals achtjähriger Junge zusammen mit insgesamt 10 000 jüdischen Kindern mit einem Kindertransport nach England geschickt und damit vor der Vernichtung durch die Nationalsozialisten gerettet wurde. Gemeinsam mit seiner neun Jahre älteren Schwester Edith kam er in England an, war aber fortan auf sich allein gestellt und verbrachte viele Jahre in Heimen und bei Pflegefamilien. Der kleine Junge vermisste seine Eltern in der Fremde sehr und wartete auf sie – bis er 1941 erfuhr, dass sie im Konzentrationslager in Lodz umgebracht worden waren.

kindertransport

Buchautor David Herschler (links) und der als Wolfgang Möllerich geborene und später in Ralph Mollerick umbenannte Hauptgast des Abends beantworten die Fragen der Besucher. Fotos: Gisela Reichrath

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Hildegard von Bingen

Meditativen Lesung und Klangmeditation

Niederzissen. Während einer außergewöhnlichen Lesung mit Klängen in der ehem. Synagoge Niederzissen, vorgetragen von Eva-Maria Weiss, Kunsttherapeutin und Sigrid Hergarten, Klangtherapeutin (beide aus Dedenbach), erlebten die Teilnehmer die Biographie, die Visionen und die Heilkunde von Hildegard von Bingen (1098 – 1179) hautnah. Ausgewählte meditative Texte luden am Gründonnerstag zum Lauschen und Nachfühlen ein, wobei viele Textpassagen mit Klanginstrumenten untermalt wurden, so dass die Inhalte noch vertiefter und emotionaler verinnerlicht werden konnten.

Hildegard, die große Frauengestalt des Mittelalters, war zugleich Theologin, Naturkundlerin, Äbtissin, Ärztin und Dichterin. Das Licht ihrer ganzheitlichen Schau der Schöpfung strahlt bis in unsere Zeit und beleuchtet Fragen und Probleme der Gegenwart.

hildegard von bingen 2018

Foto: Photographie Pitzen

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