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Alle Fesseln werden gesprengt

Veranstaltung Niederzissener Beitrag zur Ahrweiler Freiheitswoche

Hans-Willi Kempenich

Niederzissen. In engen Fesseln, mit verbundenen Augen, verklebtem Mund und behängt mit zahlreichen Zeichen der Abhängigkeit und Unfreiheit steht ein „Mensch“ inmitten der ehemaligen Synagoge in Niederzissen. Doch einige Jugendliche sind bereit, ihm zu helfen: Sie zerschneiden seine Fesseln, lösen Augenbinde und Klebepflaster, entfernen die Symbole von Laster und Sucht und geben ihm damit seine Freiheit zurück. Zum Vorschein kommt eine Puppe mit hübschem Gesicht und freundlichen Augen – ein freier Mensch eben.

fesseln sprengen 

Noch beraten die Schüler, wie sie dem unfreien „Menschen“ helfen können, doch bald schon haben sie ihn entfesselt und von den Symbolen seiner Abhängigkeit befreit, Foto: Hans-Willi Kempenich

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Israelische Musikerinnen spielen in ehemaliger Synagoge

Konzert  Kultur- und Heimatverein begrüßte Stipendiatinnen der Landesstiftung Villa Musica – Ahrweiler Freiheitswoche kündigt sich an

Niederzissen. Einen musikalischen Hochgenuss bereiteten zwei junge israelische Musikerinnen den Besuchern des Konzertes in der ehemaligen Synagoge Niederzissen. Die Geigerin Nitzan Bartana und die Cellistin Michal Beck kamen zum Aufbaustudium nach Deutschland und bewarben sich erfolgreich auch bei der Landesstiftung Villa Musica um ein Stipendium.

villa musica

Nitzan Bartana an der Geige und Michal Beck am Violoncello musizierte beim Konzert der Villa Musica in der ehemaligen Synagoge Niederzissen.

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Realschule Mendig in ehem. Synagoge Niederzissen

Erste Kontakte zu jüdischer Geschichte und Religion

Niederzissen. Schüler der Klassen 8 -10 der Realschule plus Mendig besuchten jetzt die ehem. Synagoge Niederzissen um, ganz freiwillig, wie sie betonten, erstmals Einblicke in jüdisches Leben einst und jetzt zu erhalten, wie dies, gerade für junge Menschen, im jüdischen Museum in Niederzissen möglich ist. Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler durch die Religionslehrerin Ulrike Waasem und die Geschichtslehrerin Kristina Mertens, die die Anregung ihrer inzwischen pensionierten Kollegin Marion Retterath gerne aufgenommen haben. Sie hatte sich im Herbst des vergangenen Jahres bei einem Spontanbesuch einer gerade laufenden Führung anschließen können, die sie so beeindruckte, dass Sie ihren einstigen Kolleginnen einen Besuch im Rahmen des Geschichts- und Religionsunterrichtes vorschlug.

realschule mendig

Richard Keuler inmitten der wissbegierigen Schülerinnen und Schüler der Realschule plus Mendig im jüdischen Museum der ehem. Synagoge Niederzissen

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Musikalischer Hochgenuss in ehem. Synagoge

Musik Duo Nuances begeisterte mit Gitarre und Querflöten in Niederzissen

Niederzissen. Zum ersten Mal in den 3 ½ Jahren der Konzerte in der ehemaligen Synagoge Niederzissen erklang Musik in der Kombination Gitarre und Querflöte, meisterhaft vorgetragen vom Duo Anke Kreuz aus Wachtberg-Pech und Achim Busch aus Bad Godesberg. Dabei beeindruckte Anke Kreuz mit ihren drei Querflöten, C-, Alt- und Bassflöte, durch gefühlvolles Spiel und Achim Busch zeigte mit der Konzertgitarre bereits beim ersten Stück, dem Preludio von Nathan Kolosko, wie einfühlsam beide die Geschichte, die hinter der Komposition steht, interpretierten. So war der amerikanische Künstler Nathan Kolosko zu der Komposition durch John Steinbecks Buch „Die Perle“ inspiriert, das den Fund eines jungen Fischers beschreibt, der gegen alle Warnungen die kostbare Perle aus einer Muschel birgt, um seine Familie ernähren zu können.

Mit den drei Sätzen Villanesca, Oriental und Andaluza aus den zwölf spanischen Tänzen von Enrique Granados, dem Sohn eines Kubaners und einer Katalanin, die ursprünglich für Klavier komponiert waren, setzen sie das Konzert mit der temperamentvollen, im Stil der feurigen spanischen, mit orientalischen Einflüssen durchsetzter Musik fort. Mit zwei Werken des 1959 in Belgrad, Serbien, geborenen und in den USA lebenden Komponisten Miroslav Tadic „Zajdi, Zajdi“ – „Sonnenuntergang“ und den mazedonischen Tanz „Pajdushka“ endete der erste Teil des Konzertes.

duo nuances

Anke Kreuz und Achim Busch begeisterten als Duo Nuances in der ehem. Synagoge Niederzissen

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