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Realschule Mendig in ehem. Synagoge Niederzissen

Erste Kontakte zu jüdischer Geschichte und Religion

Niederzissen. Schüler der Klassen 8 -10 der Realschule plus Mendig besuchten jetzt die ehem. Synagoge Niederzissen um, ganz freiwillig, wie sie betonten, erstmals Einblicke in jüdisches Leben einst und jetzt zu erhalten, wie dies, gerade für junge Menschen, im jüdischen Museum in Niederzissen möglich ist. Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler durch die Religionslehrerin Ulrike Waasem und die Geschichtslehrerin Kristina Mertens, die die Anregung ihrer inzwischen pensionierten Kollegin Marion Retterath gerne aufgenommen haben. Sie hatte sich im Herbst des vergangenen Jahres bei einem Spontanbesuch einer gerade laufenden Führung anschließen können, die sie so beeindruckte, dass Sie ihren einstigen Kolleginnen einen Besuch im Rahmen des Geschichts- und Religionsunterrichtes vorschlug.

realschule mendig

Richard Keuler inmitten der wissbegierigen Schülerinnen und Schüler der Realschule plus Mendig im jüdischen Museum der ehem. Synagoge Niederzissen

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Musikalischer Hochgenuss in ehem. Synagoge

Musik Duo Nuances begeisterte mit Gitarre und Querflöten in Niederzissen

Niederzissen. Zum ersten Mal in den 3 ½ Jahren der Konzerte in der ehemaligen Synagoge Niederzissen erklang Musik in der Kombination Gitarre und Querflöte, meisterhaft vorgetragen vom Duo Anke Kreuz aus Wachtberg-Pech und Achim Busch aus Bad Godesberg. Dabei beeindruckte Anke Kreuz mit ihren drei Querflöten, C-, Alt- und Bassflöte, durch gefühlvolles Spiel und Achim Busch zeigte mit der Konzertgitarre bereits beim ersten Stück, dem Preludio von Nathan Kolosko, wie einfühlsam beide die Geschichte, die hinter der Komposition steht, interpretierten. So war der amerikanische Künstler Nathan Kolosko zu der Komposition durch John Steinbecks Buch „Die Perle“ inspiriert, das den Fund eines jungen Fischers beschreibt, der gegen alle Warnungen die kostbare Perle aus einer Muschel birgt, um seine Familie ernähren zu können.

Mit den drei Sätzen Villanesca, Oriental und Andaluza aus den zwölf spanischen Tänzen von Enrique Granados, dem Sohn eines Kubaners und einer Katalanin, die ursprünglich für Klavier komponiert waren, setzen sie das Konzert mit der temperamentvollen, im Stil der feurigen spanischen, mit orientalischen Einflüssen durchsetzter Musik fort. Mit zwei Werken des 1959 in Belgrad, Serbien, geborenen und in den USA lebenden Komponisten Miroslav Tadic „Zajdi, Zajdi“ – „Sonnenuntergang“ und den mazedonischen Tanz „Pajdushka“ endete der erste Teil des Konzertes.

duo nuances

Anke Kreuz und Achim Busch begeisterten als Duo Nuances in der ehem. Synagoge Niederzissen

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Gedenken an Reichspogromnacht 1938

Lesung in der ehemaligen Synagoge Niederzissen

Niederzissen. Im Rahmen einer Lesung in der ehemaligen Synagoge Niederzissens über die Erinnerungen Rachel Grünebaums, einer Überlebenden der Vernichtungslager Auschwitz und Bergen-Belsen, sowie der Zwangsarbeit in einer Raffinerie in Gelsenkirchen und am Hochofen in Essen, gedachte der Niederzissener Kultur- und Heimatverein des 77. Jahrestages der Reichspogromnacht 1938. Vorsitzender Richard Keuler erinnerte bei seiner Begrüßung daran, dass auch die Niederzissener Synagoge den Schergen des Naziregimes zum Opfer fiel. Sie habe zwar nicht gebrannt, wurde aber im Inneren zerstört und entweiht. Mit diesem barbarischen Akt endete die knapp hundertjährige Geschichte des Hauses als geistiger und religiöser Mittelpunkt des einst umfangreichen jüdischen Lebens in Niederzissen.

Mit der Frage, was wäre, wenn morgen alles wieder so losginge wie damals, spricht Keuler die auch heute brennenden Häuser, Flüchtlingsheime und Unterkünfte von Asylbewerbern, den gegenwärtigen Hass und die Hetze gegen Juden und Muslime an. Mit den Worten: „Es ist unsere Pflicht, wachsam zu sein, den tatsächlichen und geistigen Brandstiftern entgegenzutreten und ein Zeichen zu setzen“ leitete er zu Pfarrer Holger Banse über, der als evangelischer Geistlicher und damaliger Vorsitzender der Oberbergischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit 2010 die Lebenserinnerungen von Rachel Grünebaum, ergänzt durch geografische, historische und religiöse Gedanken, niedergeschrieben hat. Ein gesonderter Teil ist dabei dem Erleben ihres Mannes Fredi gewidmet.

lesung banse

Pfarrer Holger Banse liest in der gut besuchten ehem. Synagoge Niederzissen aus den Lebenserinnerungen Rachel Grünebaums

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Ausflug der kfd Adenau nach Niederzissen

Am 30. September unternahm die katholische Frauengemeinschaft Adenau einen Ausflug nach Niederzissen. Zunächst besuchten die Damen hier die ehemalige jüdische Synagoge. Richard Keuler, Vorsitzender des örtlichen Kultur- und Heimatvereins, begrüßte die Frauen. Er berichtete in einem anschaulichen Vortrag über das jüdische Leben in Niederzissen, insbesondere die Geschichte der Synagoge. Diese war seit 1841 der Mittelpunkt des jüdischen Gemeindelebens. 1938 wurde sie durch die Nazis geschändet und anschließend als Schmiede genutzt. Nach einer umfangreichen Renovierung dient sie heute als Begegnungsstätte und Ort für kulturelle Veranstaltungen. In einem eigenen Ausstellungsraum wird unter anderem das jüdische Leben im Jahresablauf dargestellt. Tief beeindruckt verließen die Besucherinnen die Synagoge. Bei einem anschließenden Spaziergang um das nahe gelegene Rodder Maar konnte man hier - bei sonnigem Herbstwetter- die Schönheit der Natur genießen. Der Tag fand einen würdigen Ausklang bei einem Abendessen mit schöner Aussicht auf die Burg Olbrück.

Adenauer Nachrichten 30.10.2015

kfd adenau

Einen schönen Tag verbrachten die Frauen der kfd Adenau in Niederzissen und Umgebung

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