logotype

Denkmalexperten des Handwerks in Niederzissen

Arbeitskreis der Handwerkskammer in ehem. Synagoge

Niederzissen. Angeregt durch die Verleihung des Denkmalpreises der Sparkassenstiftung Rheinland-Pfalz im Juni diesen Jahres, besuchte jetzt der Arbeitskreis Denkmalpflege der Handwerkskammer Koblenz die ehemalige Synagoge in Niederzissen. Dipl.-Ing. Mark Sprenger, Leiter des Zentrums für Restaurierung und Denkmalpflege der Handwerkskammer in Herrstein, hatte den Besuch angeregt, um den Mitgliedern, das sind zumeist Handwerksmeister und Restauratoren im Handwerk, ein vorbildlich restauriertes Kulturdenkmal zu zeigen und vor Ort mehr über die Geschichte und heutige Nutzung zu erfahren. Gisela Reichrath und Richard Keuler vom örtlichen, im Juni mit dem Denkmalpreis der Sparkassenstiftung ausgezeichneten Kultur- und Heimatverein, standen sachkundig Rede und Antwort. Die Rettung, Restaurierung und Nutzung als Erinnerungs- und Begegnungsstätte, sowie als Kulturhaus mit jüdischem Museum ist hier, so war das Fazit des zweistündigen Aufenthalts, in hervorragender Weise geglückt.

hwk

Die Mitglieder des Arbeitskreises Denkmalpflege der Handwerkskammer Koblenz mit dessen Leiter Dipl.-Ing. Mark Sprenger (6. von links) und Richard Keuler, Vorsitzender des Kultur- und Heimatvereins und ehem. Ortsbürgermeister (4. von rechts) vor der Thoranische in der ehemaligen Synagoge Niederzissen

Über dem Himmel von Paris und mehr

Erstklassisches Akkordeonkonzert in der ehem. Synagoge

Niederzissen. Erneut bewies der Kultur- und Heimatverein Niederzissen eine glückliche Hand bei der Verpflichtung eines Künstlers für ein Konzert in der ehem. Synagoge Niederzissen. Der in Limburg wohnende Musiker Søren Thies gestaltete mit seinem Akkordeon und Gesang einen sowohl mit nostalgischen als auch modernen Melodien geprägten Abend des französischen Chansons, der Musette und Ausflügen in die Klezmermusik. Es wurde eine Reise durch die französische Musik des 20. Jahrhunderts.

So begann das Konzert mit „Pourquoi je chante“, warum ich singe, von George Moustaki und fesselte sofort die Besucher. Gekonnt moderierte der Interpret die einzelnen Werke und wies auf die Entstehung der Musette in den 1920er Jahren hin, als der Dudelsack aus der Auvergne, der Mitte Frankreichs, nach Paris auswanderte und dort in den Vorstädten von einem neuen Musikstil, wie zum Beispiel das Caprice Musette von Joseph Colombo, prägte.

Mit großem Beifall honorierten die Besucher das im Søren’schen Stil vorgetragene „Accordéon“ von Serge Gainsbourg, das weltweit durch Juliette Grecco berühmt wurde. Aber auch mit eigenen Kompositionen konnte der Künstler überzeugen. Im Stück „Valse du Nord“ erklangen neben den Elementen der Musette typische keltische Klänge, wodurch sich sein breit gefächertes Können am Akkordeon zeigte. Von der klassischen Musik über Klavier und Geige entdeckte er mit 19 Jahren seine Liebe zum Akkordeon. Neben dem Studium der Musikwissenschaft, Völkerkunde und Geographie war Søren Thies als Straßenmusiker aktiv, spielte in verschiedenen Ensembles Klezmer und Folk und perfektionierte seinen Stil in den fast 20 Jahren seiner solistischen Konzerttätigkeit.

thies

Erstklassische Unterhaltung bot Søren Thies mit seinem Akkordeon beim gut besuchten Konzert in der ehem. Synagoge Niederzissen.

Weiterlesen: Über dem Himmel von Paris und mehr

Geschichtsverein Bergisches Land im Brohltal

Ehem. Synagoge und Burg Olbrück besichtigt

Niederzissen. 24 Mitglieder der Abteilung Rhein-Berg des Bergischen Geschichtsvereins besuchten jetzt im Rahmen ihrer Jahresexkursionen zur Regionalgeschichte das Brohltal. In Niederzissen besichtigten Sie zunächst unter Führung des Vorsitzenden des örtlichen Kultur- und Heimatvereins, Richard Keuler, die ehem. Synagoge und anschließend den jüdischen Friedhof. Die besonders an den geschichtlichen und denkmalpflegerischen Fragen interessierten Besucher waren erstaunt über die nur gut einjährige Bauzeit zur Sanierung des über 70 Jahre als Schmiede genutzten Synagogengebäudes, das heute wieder nach altem Vorbild neu erstrahlt. Nach den Ausführungen Richard Keulers zur Geschichte der einst großen jüdischen Gemeinde Niederzissens, besichtigte die Gruppe das jüdische Museum im ehem. Werkstattanbau. Anhand der im Mittelpunkt der Ausstellung „Tagein Tagaus“ stehenden Niederzissener Genisafunde wird das vergangene jüdische Leben mit seinem typischen Lokalkolorit erzählt. Die Genisa-Objekte befinden sich dabei in allen Themeneinheiten. Als Ergänzung zur Ausstellung schloss sich eine Führung auf dem jüdischen Friedhof Niederzissen an, bevor die Gruppe zu einer Mittagsrast in einem Lokal am Laacher See aufbrach.

geschichtsverein berg land

Vor der ehem. Synagoge begrüßte Richard Keuler (5. v. re.) die Besuchergruppe des Geschichtsvereins Bergisches Land.

Weiterlesen: Geschichtsverein Bergisches Land im Brohltal

Klangkonzert in der ehem. Synagoge Niederzissen

Mit Schwung in die Entspannung

Niederzissen. Die Teilnehmer erlebten in der ehem. Synagoge bei sehr guter Akustik ein Beben voller Klänge. „Das fühlt sich an wie die Geburt des Universums“, so eine Teilnehmerin, die sich ganz und gar den Klängen hingab. Viele Klanginstrumente, darunter Klangschalen, Gongs, Zimbeln und Glocke fanden ihren Einsatz.

klangkonzert

Sigrid Hergarten (kniend) mit den Teilnehmerinnen inmitten der Klangschalen und Gongs.

Weiterlesen: Klangkonzert in der ehem. Synagoge Niederzissen

istanbul escort halkalı escort mecidiyeköy escort ataköy escort avrupa yakası escort