logotype

Jiddische Musik und Klezmer in Niederzissen

Valeriya Shishkova und Di Vanderer brillierten in ehem. Synagoge

Niederzissen. Bereits zum dritten Mal gastierte jetzt die Sängerin Valeriya Shishkova in der ehem. Synagoge Niederzissen. Nach zwei Konzerten mit russischer Zigeunermusik, gestaltete die in Moskau geborene und seit 14 Jahren in Dresden wohnhafte Künstlerin mit dem Duo Di Vanderer, Sergey Trembitskiy – Klavier und Querflöte - und Gennadiy Nepomanjaschiy – Klarinette, ein Konzert der Extraklasse mit jiddischen Liedern und Klezmer. Die Zuhörer spürten auf Schritt und Tritt das Motto des Konzertes „a teyl vun mir – a teyl vun dir“, das sich als wichtige Aussage durch alle Musikstücke zog. Frau Shishkova erläuterte jeweils vorab gefühlvoll alle jiddischen Texte, die dann auch von den Zuhörern „verstanden“ und begeistert aufgenommen wurden. So erlebten sie das Mädchen, das dem Freund nachtrauerte, genauso, wie die Mutter, die skeptisch den Sehnsüchten des Kindes gegenüberstand. Die Reaktionen der Besucher in der gut gefüllten ehem. Synagoge spiegelten die pure Lebensfreude, die die drei Musiker versprühten.

shishkova

Weiterlesen: Jiddische Musik und Klezmer in Niederzissen

Vergangenes und alltägliches jüdisches Leben erkundet

Katholische und evangelische Besuchergruppe in ehem. Synagoge

Niederzissen. Angeregt durch den ersten Besuch im vergangenen Jahr, weilten jetzt erneut katholische Theologiestudenten aus Lantershofen in der ehemaligen Synagoge Niederzissen. Sie wurden begleitet von der Bibliothekarin des Studienhauses, Frau Boos, die auch den Besuch arrangiert hatte. Der diesjährige Schwerpunkt der Besichtigung lag in der intensiven Auseinandersetzung mit den Fakten der Ausstellung „Tagein und Tagaus“ über das Leben der ehemals großen jüdischen Gemeinde Niederzissen sowohl im alltäglichen Leben, als auch im Rahmen der religiösen Fest- und Gedenktage nach dem jüdischen Kalender. Es ist eine Besonderheit des Niederzissener Museums, dass dies durch die vom Dachboden geborgenen Funde eindrucksvoll belegt und durch Archivmaterial ergänzt wird. Mit modernen religiösen und profanen Ausstellungsstücken wird der Bogen von der Geschichte bis zum heutigen, aktuellen jüdischen Leben gespannt. So wird auch an Beispielen gezeigt, wie die Nationalsozialisten gewaltsam versuchten, alles jüdische Leben zu löschen, und wie anderseits nach dem Zweiten Weltkrieg wieder jüdisches Leben in Deutschland entstand mit heute lebendigen Gemeinden.

studenten

Weiterlesen: Vergangenes und alltägliches jüdisches Leben erkundet

VdK Antweiler besucht ehemalige Synagoge und jüdisches Museum

Antweiler. Im Rahmen eines Ausfluges in die Ferienregion Brohltal/Laacher See besuchte der VdK Antweiler mit einer 37-köpfigen Gruppe kürzlich die ehemalige Synagoge und das jüdische Museum in Niederzissen. Vor dem historischen Gebäude wurden die VdK-Mitglieder von Richard Keuler, dem Vorsitzenden des Kultur- und Heimatvereins, begrüßt, der sodann im Innern die Geschichte der ehemals großen jüdischen Gemeinde Niederzissen und des Synagogengebäudes erläuterte. Daran anschließend führte er, unterstützt durch Vorstandsmitglied Gisela Reichrath, die Besucher durch die Ausstellung „Tagein – tagaus“ mit Dachbodenfunden im Nebenraum des inzwischen 175 Jahre alten Synagogengebäudes

vdk antweiler

Foto: privat

Rhein-Zeitung Kreis Ahrweiler vom Donnerstag, 13. Oktober 2016, Seite 14

Stimmungsvoller Festakt zum 175. Geburtstag

Jubiläum Niederzissener Heimatverein und Gäste gedachten der ehemaligen Synagoge

Von unserer Mitarbeiterin Petra Ochs

Niederzissen. Mit einem sehr stimmungsvollen und anrührenden Festakt hat der Kultur- und Heimatverein Niederzissen am Sonntag dem Jubiläum „175 Jahre Synagogengebäude Niederzissen“ gedacht. Bürger, Vereinsvertreter, Gäste aus Politik, Religion und Wirtschaft, aber auch einige Nachfahren ehemaliger Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Niederzissen hatten sich eingefunden, um der Feierstunde in der Synagoge auch noch eine gemütliche Begegnung im Festzelt auf der anderen Straßenseite folgen zu lassen.

„Es war eine schwere Geburt“ – mit diesen Worten fasste Richard Keuler, Vorsitzender des Kultur- und Heimatvereins, die nicht unproblematische Entstehungsgeschichte der Begegnungs- und Erinnerungsstätte Ehemalige Synagoge Niederzissen zusammen. Er sagte weiter: „Heute haben wir uns hier versammelt, um an die Geschichte dieses Hauses zu erinnern. Aber nicht nur das: Wir sind auch hier, um zu feiern, und wir haben seit vier Jahren auch guten Grund dazu.“

Ganz ähnlich sahen dies die Ehrengäste der Veranstaltung. Wie vor ihr schon Niederzissens Ortsbürgermeister Rolf Hans spendete Staatssekretärin Heike Raab von der Mainzer Staatskanzlei viel Lob und Glückwünsche für das ehrenamtliche Engagement des Kultur- und Heimatvereins. Mit Blick auf die Begegnungs- und Erinnerungsstätte sagte sie: „Das hat sich wirklich sehr gelohnt.“ Aber die Staatssekretärin blickte auch auf das dunkle Kapitel der Synagogengeschichte zurück: Die 175 Jahre markierten eine Zeitspanne, in der die jüdische Gemeinde von Niederzissen ihre Zerstörung erfahren musste. Dies seien eine „schreiende Lücke und ein großer Verlust“, so Raab. Das Synagogen-Jubiläum wiederum begriff sie als Chance für das kulturelle Leben und gemeinschaftliche Zusammenleben in Niederzissen. „Was hier im Kleinen geschieht, das stärkt unseren Frieden in Europa“, formulierte sie

175 jahre

Das Gebäude der ehemaligen Synagoge in Niederzissen ist jetzt 175 Jahre alt. Der Kultur- und Heimatverein gedachte dem Jubiläum mit einem stimmungsvollen Festakt (am Mikrofon Staatssekretärin Heike Raab).Foto: Uwe Sülflohn

Weiterlesen: Stimmungsvoller Festakt zum 175. Geburtstag

istanbul escort halkalı escort mecidiyeköy escort ataköy escort avrupa yakası escort