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Außergewöhnliches Villa-Musica-Konzert

Musik Violinenduo präsentiert in der ehemaligen Synagoge Bach, Mozart und Zeitgenössisches

Von unserer Mitarbeiterin Petra Ochs

Niederzissen. Mit „Musik in der Synagoge“ hat die Stiftung Villa Musica eine Konzertreihe geschaffen, die wie geschaffen ist für die ehemalige Synagoge in Niederzissen. Und mit Alba González i Becerra (Viola) und Alberto Menchen (Violine) waren am Samstagabend zwei junge spanische Musiker zu Gast, um ein ganz außergewöhnliches Programm zu präsentieren, das im Grunde nur durch eins geeint wurde: das innige Zusammenspiel von Violine und Viola.

Dass Johann Sebastian Bach und Wolfgang Amadeus Mozart dabei ein gewichtiges Wörtchen mitredeten, kam nicht von ungefähr: Beide hatten ein Faible für die Geige, und beide spielten sie meisterhaft. Mit Bachs Prélude aus der Suite Nr. 3 C-Dur machte Alba González i Becerra den Anfang. Das Kontrastprogramm lieferte kurz darauf Alberto Menchen mit „Sonate Nr. 5 G-Dur für Violinsolo L’Aurore“ des belgischen Geigers und Komponisten Eugène Ysaÿe. Mit nach innen gerichtetem Blick und entrücktem Spiel der Augenbrauen interpretierte Menchen Ysaÿes Version der „Morgenröte“, zunächst leicht und verträumt, dann rustikaler beim ländlichen Tanz am Morgen.

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Ein stimmungsvolles und inniges Konzert boten lba González i Becerra (Viola, links)) und Alberto Menchen (Violine) inm der ehemaligen Synagoge in Niederzissen. Mit den jüdischen Gesängen, interpretiert für die Geigen, gelang den Künstlern auch der Bezug zum Auftrittsort. Foto: Uwe Sülflohn

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Oma und Enkel schaffen abstrakte Kunst

Ausstellung Noch bis Sonntag zeigen Jonathan und Antje Schlaud in Niederzissen ihre Werke

Von unserer Mitarbeiterin Petra Ochs

Niederzissen. Zwei Künstler, zwei Medien, zwei Generationen: Unter dem Titel „Lichtblicke und Sirenen“ sind in der Erinnerungs- und Begegnungsstätte in der ehemaligen Synagoge in Niederzissen derzeit lichtmalerische Fotografien von Jonathan Schlaud und expressive Malereien von Antje Schlaud zu sehen.

Das Besondere: Bei den Ausstellenden handelt es sich um Enkel und Großmutter. Der erst sechsjährige Jonathan leidet an der Erbkrankheit Fragiles-X-Syndrom, die mit Entwicklungsverzögerung, autistischer Verhaltensweise, Hyperaktivität und Hypotonie der Muskeln einhergeht.

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Die Malerin Antje Schlaud und ihr Enkel Jonathan zeigen derzeit in Niederzissen eine gemeinsame Kunstausstellung. Foto: Petra Ochs

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Schüler bringen Synagoge zum Klingen

Veranstaltung Abschluss der zweiten Ahrweiler Freiheitswochen in Niederzissen

Niederzissen. Mit einem hochwertigen Konzert in der ehemaligen Synagoge Niederzissen haben Schüler der Musikschule im Kreis Ahrweiler die zweiten Ahrweiler Freiheitswochen für den Bereich des Brohltals beendet. Wie die jungen Menschen sich musikalisch dem Thema „Freiheit und Musik“ näherten, machte die Leiterin des Konzertes, Hella Wallbaum, mit dem Blick auf die Komponisten und deren Gestaltungsfreiheit beim Aneinanderfügen von Noten deutlich – eine beachtliche Sichtweite des Themas Freiheit.

Das Thema „Freiheit und Toleranz“ griff der Vorsitzende des Niederzissener Kultur- und Heimatvereins, Richard Keuler, auf. Er machte deutlich, dass die ehemalige Synagoge ganz besonders für ein solches Event geeignet sei. Denn an dem Ort, an dem das jüdische Leben in Unfreiheit und Vernichtung endete, werde heute die Begegnung und das friedliche Miteinander gepflegt. Das gehe am besten mit Musik, die keine Grenzen kennt.

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Schüler der Musikschule im Kreis Ahrweiler setzten im Brohltal den Schlusspunkt unter die zweiten Freiheitswochen. Foto: Gisela Reichrath

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Bekenntnis: Jeder ist anders und alle sind gleich

Projekte Realschule plus in Niederzissen beteiligte sich an Ahrweiler Freiheitswochen

Hans-Willi Kempenich

Niederzissen. Mit beeindruckenden Projekten beteiligt sich die Realschule plus in Niederzissen erneut an den Ahrweiler Freiheitswochen. Bei der Präsentation der Arbeiten in der Erinnerungs- und Begegnungsstätte ehemalige Synagoge erfuhren Schüler, Lehrpersonen und Betreuungskräfte viel Lob für ihren Ideenreichtum, ihre Kreativität und die blitzsaubere Ausführung der verschiedenen Arbeiten, denen ein Gedanke gemeinsam ist: die Länder und Kontinente übergreifende Bedeutung von Freiheit und Toleranz.

„Jeder ist anders, alle sind gleich“ heißt es auf zwei überdimensionalen, einander zugewandten Händen, die als Blickfang in der Mitte des Raumes stehen. Die zehn Finger stellen Menschen dar, die ihrem Aussehen nach auf allen fünf Kontinenten beheimatet sind. Die Botschaft: Menschen unterschiedlicher Nationen und Ethnien gehen friedlich und tolerant aufeinander zu, und sie reichen sich die Hände. „Wir haben auf Anregung der Schüler für die jeweils fünf Finger die Farben der olympischen Ringe als Symbol für eine Grenzen übergreifende Idee gewählt“, erklärte Margret Kreyer, die Leiterin der Nachmittagsbetreuung in der Realschule plus.

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Im Beisein zahlreicher Gäste stellten die Mädchen und Jungen der Realschule plus in der ehemaligen Synagoge in Niederzissen ihre Projektarbeiten im Rahmen der zweiten Ahrweiler Freiheitswochen vor. Foto: Hans-Willi Kempenich

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