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Vom Barock bis zum Beat

Musikschüler imponierten in Synagoge

Niederzissen. Mit imponierenden und mit viel Applaus begleiteten Vorträgen zeigten die Schülerinnen und Schüler der Musikschule im Kreis Ahrweiler e.V. zum dritten Mal ihr Können in der Niederzissener ehemaligen Synagoge. Einmal mehr waren die Besucher sich darin einig, dass der Synagogenraum wie geschaffen zu sein scheint für derartige kammermusikalische Vorführungen der motiviert spielenden jungen Künstler. Die Musikstücke reichten vom barocken Zigeunertanz Josef Haydns und dem kleinen Präludium F-dur von Johann Sebastian Bach bis zum Boogie von Friedeman Wilcke oder „Tears in haeven“ von Eric Clapton, gespielt von einem Klarinettenensemble.

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Die Schülerinnen und Schüler der Musikschule im Kreis Ahrweiler während des Schlussapplauses nach dem Konzert in der ehem. Synagoge Niederzissen

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Hans Jürgen Sittig erzählt Geschichte der Eifel

Lesung in Niederzissens ehemaliger Synagoge

Niederzissen. ab. "Ich bin überrascht", begann Autor Hans Jürgen Sittig auf seine locker-unterhaltsame Art seine Lesung in der ehemaligen Synagoge Niederzissen am sonnigen Nachmittag des 30. März, "dass Sie nicht alle auf Ausflügen, im Garten oder beim Grillen sind. Mit so vielen Besuchern hätte ich gar nicht gerechnet!" Aber offensichtlich wollten sich doch einige im Rahmen der Kulturveranstaltungen der ehemaligen Synagoge vom Autor selbst aus der "eindrucksvollen Geschichte der Eifel" vorlesen lassen. Das 320 Seiten starke Buch des Schriftstellers, Fotojournalisten und Krimiautors, enthält, so der Autor selbst, eine 4,7 Milliarden Jahre lange Zeitreise, von der Geburt der Erde bis heute, in der die Region zu dem geworden ist, was sie heute ist. Und so lang die Zeitreise, und so lang auch das Buch über die Geschichte, auch zu sein scheint, so liest und hört es sich doch überraschend kurzweilig. Noch vor der Pause seiner zweistündigen Lesung war Sittig schon über den größten Teil der 4,7 Milliarden Jahren gereist, und seine Zuhörer waren dabei weder um Jahrmillionen gealtert, noch waren sie schon reisemüde. Denn Sittig las so unterhaltsam, engagiert und spannend, wie er schreibt. Und sein "Geschichtsbuch", das sich im Großen an die Fakten hält, das aber im Einzelnen historisch so gar nicht wörtlich genommen werden darf - es erzählt amüsant, mit einem Augenzwinkern in fast jedem Satz, eigenwillig, und auch manchmal etwas schräg, über das, was sich in der Erd- und der Menschheitsgeschichte in der Eifel so alles abgespielt hat. Und das war einiges. "Im Vergleich zu Skandinavien, dem Gebiet meiner früheren Reisebücher, ist die Eifel wie ein meterhohes Bäumchen neben einem Mammutbaum", sagt Sittig. Aber wen diese Region mit ihrer Geschichte und ihren Menschen und ihrer Natur erst einmal gepackt habe, den ließe sie nicht mehr los. Die Eifel sei ein eigenes Arbeitsfeld, und ein sehr großes dazu.

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Las in der ehemaligen Synagoge über „Neubaugebiets-Griechen“, Eifeler Neandertaler und Eifel-Sumerer: Der Schriftsteller, Fotojournalist und Eifelkrimi-Autor Hans Jürgen Sittig. Foto: ab

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Unterwegs auf den Spuren des Judentums…..

Die Klassenstufe fünf der Realschule plus Niederzissen besuchte mit ihren Religionslehrern die Erinnerungs- und Begegnungsstätte „Ehemalige Synagoge“

Niederzissen. Im Rahmen des Katholischen Religionsunterrichts machten sich kürzlich 22 Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen der Realschule plus Niederzissen auf den Weg zur Erinnerungs- und Begegnungsstätte „Ehemalige Synagoge“ Niederzissen. Die Religionslehrer Sarah Orelli und Rainer Schönhofen hatten im Unterricht schon einiges vom Judentum und ihren Bräuchen vorbereitet. So waren die Schüler auf den Besuch der ehemaligen Synagoge eingestimmt.

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Durch die vielen verschiedenen liturgischen Gegenstände wurde die Führung für die Kinder anschaulich und begreiflich.

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Museum in Ehemaliger Synagoge rückt näher

Versammlung Dauerausstellung soll Geschichte des Gebäudes und des jüdischen Lebens dokumentieren

Hans-Willi Kempenich

Niederzissen. In der vor zwei Jahren als Erinnerungs- und Begegnungsstätte eröffneten ehemaligen Synagoge soll ein Museum eingerichtet werden, das in einer Dauerausstellung die Geschichte des Gebäudes und des jüdischen Lebens in Niederzissen dokumentiert. Die Finanzierung des 53 000 Euro teuren Vorhabens übernimmt der Verein zur Förderung des Kulturgutes ehemalige Synagoge Niederzissen. Bei dessen Jahreshauptversammlung wurden nun die Pläne vorgestellt.

Das Gestaltungskonzept für das Museum war bei einer Agentur für jüdische Kultur in Auftrag gegeben worden, wie der Zweite Vorsitzende Reinhard Wolff erklärte. Danach soll ab Oktober unter dem Titel „Tagaus tagein“ das jüdische Leben in Niederzissen dargestellt werden. Die Gliederung erfolgt in den Themeneinheiten „Alltag“, „Werktag“, „Festtag/Gedenktag/Todestag“, „Anderntags“ und „Heutzutage“. Aus dem Rahmen fällt dabei ganz offensichtlich der Begriff „Anderntags“ – und das soll er auch. Denn in diesem Museumsbereich wird der Holocaust dokumentiert, der auch vor dem jüdischen Leben in Niederzissen nicht haltmachte.

Förderverein

Die beiden Vorsitzenden des Fördervereins, Norbert Wagner (links) und Reinhard Wolff. Foto: Kempenich

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