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Hobbyfotografin gestaltet Ausstellung in der ehemaligen Synagoge in Niederzissen – Auge in Auge mit einem Leoparden

Von unserem Mitarbeitern Hans-Willi Kempenich

Niederzissen. Fesselnde Eindrücke aus Namibia gibt eine Fotoausstellung von Hanne Schneider aus Sinzig, die jetzt in der ehemaligen Synagoge in Niederzissen eröffnet wurde und dort zwei Wochen lang zu sehen ist.

„Ich möchte dieses wunderbare Land vielen Menschen nahebringen“, sagt die Hobbyfotografin, die das afrikanische Land seit den 1990er-Jahren zusammen mit ihrem Mann Uwe regelmäßig bereist. Der war 1991 zum ersten Mal dorthin gekommen, um nach Spuren seines Großvaters Alfred Schneider zu suchen, der zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts als Braumeister nach Namibia entsandt worden war. Damals war das Land noch die Kolonie Deutsch-Südwestafrika. Die Suche verlief zwar ergebnislos, was aber dauerhaft blieb, war die Liebe zu diesem Land. Denn Uwe Schneider lernte auf seiner ersten Reise Kaizer Titus Shikongo aus dem Ovamboland kennen. Es entstanden enge Freundschaften zu dessen und auch zu anderen Familien, denen die Schneiders seither regelmäßige Besuche abstatten. Auf diese Weise kamen sie mit verschiedenen Volksgruppen in näheren Kontakt. Sie gelangten in ein Dorf der Himba im Kaokoland im äußersten Nordwesten, kamen zu den Nama in der Kleinstadt Stampriet, zu den Herero an der Grenze zu Botswana, zu den Ovambo im Norden und zu den San im Nordosten. Die San gelten als älteste Volksgruppe der Welt und sind die Ureinwohner von Namibia.

 

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Hanne Schneider hat fesselnde Eindrücke in Namibia mit der Kamera eingefangen. Die Fotos sind nun in einer Ausstellung in der ehemaligen Synagoge in Niederzissen zu sehen. Foto: Hans-Willi Kempenich

 

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Musik für die Seele des Duos Sing your Soul

Mitreißendes Konzert in ehem. Synagoge Niederzissen

Niederzissen. „Ein Erlebnis der besonderen Art“, so beschrieben die Besucher in der bis auf den letzten Platz besetzten ehem. Synagoge Niederzissen ihre Eindrücke beim Konzert des preisgekrönten Duos „Sing your Soul“. Die von den Musikern Meike Salzmann und Ulrich Lehna aus dem Norden Schleswig-Holsteins versprochene „Musik für die Seele“ ist dort auch angekommen, so resümierte mit Beifall begleitet, Richard Keuler vom veranstaltenden Kultur- und Heimatverein seine persönlichen Empfindungen und traf damit den Kern des bewegenden Konzertes.

In der ausdrucksstarken und überaus seltenen Instrumentenkombination Klarinette/Alt- und Bassklarinette sowie großem Konzertakkordeon, boten die beiden Interpreten einen fulminanten und jeweils von Ulrich Lehna bearbeiteten Mix aus Tango und Klezmer, in den  Meike Salzmann vor jedem Stück mit wohl gesetzten Worten und zur Freude der Besucher einführte.

Einen ersten von vielen Höhepunkten setzen die Musiker mit dem argentinischen Tango „El Choclo – Der Maiskolben“, 1947 von Angel Villoldo komponiert. Dieser Tango, spöttisch und geckenhaft, eine Mischung aus Zorn und Schmerz, gilt schlechthin als Urform des Tangos, ursprünglich mit einem Bandonium gespielt, das, so Meike Salzmann, in ihrem Konzertakkordeon eingebaut sei.

Dass eine Klarinette und besonders eine Bassklarinette die Seele berühren kann, erlebten die Zuhörer beim Stück „El dia que me quierras – Der Tag an dem Du mich lieben wirst“ des argentinischen Tangostars Carlos Gardel, dem in Buenos Aires sogar ein Denkmal gesetzt ist.

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Das Duo Sing your Soul mit Meike Salzmann und Ulrich Lehna beim mitreißenden Konzert „Tango meets Klezmer“ in der ehem. Synagoge Niederzissen. Foto: Kultur- und Heimatverein.

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Romantische Reise durch keltische Landschaften

Georg Kaiser begeistert erneut in Niederzissener Synagoge

Niederzissen. Mit Georg Kaiser aus Simmerath/Eifel erlebten die begeisterten Besucher in der ehemaligen Synagoge Niederzissen einen weiteren Höhepunkt im Konzertreigen des örtlichen Kultur- und Heimatvereins.

Mit eigenen Texten und Kompositionen im Stil des Irish-Folks und mit launigen Worten untermalt, schickte er die Zuhörer von Beginn an auf eine romantische Reise durch Irland und Schottland. Mit gefühlvollen Balladen, gemischt mit Stücken zum Mitsingen, Schunkeln und Klatschen über „The hills of Donegal“ oder „From Galway to Dublin“ aus seinen inzwischen über 200 eigenen Werken, zeigte Georg Kaiser sein ganzes Können. Mit seiner Spiellaune, Virtuosität und einmaliger Stimme, bewies er erneut seine feine Songschreiberqualität. Der Funke sprang sofort über und riss in dem zwei Stunden dauernden Programm nicht ab, was auch an den verteilten Texten zum Mitsingen der Refrains lag. Einen ganz besonderen Reiz vermittelte er mit der Mundharmonika und den verschiedenen Flöten, die mit zarten, weichen Tönen die Zuhörer still lauschend über die grünen irischen Hügel schweben ließ. Umgeben von Mystik und fantastischen musikalischen Bildern, war er stets nah an den begeisterten Konzertbesuchern und nahm sie mit auf seine keltischen Reisen.

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Mit eigenen Texten und Kompositionen im Stil des Irish Folk, untermalt mit launigen Worten, schickte Georg Kaiser die Zuhörer bei seinem dritten Konzert in der ehem. Synagoge Niederzissen auf eine romantische Reise durch keltische Landschaften. Foto: Kultur- und Heimatverein

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Weltklasse Cellist brillierte mit jungen Stipendiatinnen 

Hochwertiges Konzert der Villa Musica in Niederzissen

 

Niederzissen. Einen musikalischen Hochgenuss bereiteten der deutsche Weltklassecellist Jens Peter Maintz und die jungen Streicherinnen Charlotte Chahuneau aus Paris mit ihrer Geige sowie Shira Majoni aus Jerusalem mit der Bratsche den Besuchern des Konzertes in der bis auf den letzten Platz besetzen ehem. Synagoge Niederzissen.

Jens Peter Maintz, Echo-Klassik Preisträger, lehrt als Professor an der Universität der Künste in Berlin und leitet diverse Projekte mit Stipendiaten der Landesstiftung Villa Musica. So war es auch nicht verwunderlich, wie er mit den jungen Musikerinnen zum Erstaunen und zur Freude der Konzertbesucher bei den anspruchsvollen Werken der klassischen Musikliteratur harmonisierte.

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Charlotte Chahuneau, Geige, Jens Peter Maintz, Violoncello und Shira Majoni, Bratsche, beim Konzert der Villa Musica in der ehem. Synagoge Niederzissen. Foto: Kultur- und Heimatverein


Das Konzert begann mit dem Streichtrio Es-Dur, op. 3, von Ludwig van Beethoven, das er 1792 in seinen letzten Bonner Jahren komponierte. Dabei nahm er sich das Divertimento Es-Dur von Mozart zum Vorbild. Die drei Musiker zeigten brillant, warum das Werk bis heute beliebt ist. Es eröffnet mit einem „feurigen Allegro“, dem ein langsames Andante in B-Dur folgt. Das erste Menuett im dritten Satz gilt als ironisches „Seufzerstück“, dem das Adagio, als das Herzstück des Werkes und ein gemäßigtes zweites Menuett in der schlichten Melodik eines frühen Ländllers folgten mit dem Finale, einem frühen Beispiel für Beethovens nervöse Energie in rasant schnellen Finalsätzen, endet das sechssätzige Meisterwerk, das er in seiner Wiener Zeit gründlich überarbeitet hat.

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